{Rezension} Das Ende der Unschuld

Das Ende der Unschuld // The End of Everything
von Megan Abbott
Gebunden mit Schutzumschlag // 288 Seiten
ISBN: 9783462043907
Preis:
Die dreizehnjährige Lizzie und ihre Freundin Evie sind unzertrennlich. Nachbarmädchen, die Badeanzüge und Hockeyschläger tauschen, zusammen zur Schule gehen und scheinbar keine Geheimnisse voreinander haben. Doch eines Nachmittags ist Evie verschwunden. Einziger Anhaltspunkt: ein rotbrauner Wagen, den Lizzie morgens durch den Ort hat fahren sehen. Auf einmal steht Lizzie im Zentrum der Aufmerksamkeit: War Evie unglücklich? Hatte sie Sorgen? Hatte sie Lizzie von einem möglichen Verfolger erzählt? Würde sie zu einem Fremden ins Auto steigen?Lizzie versucht sich an Details zu erinnern und beginnt nachzuforschen. Um ihre Freundin zu finden, aber auch weil sie die Nähe von Evies zutiefst erschüttertem Vater sucht, für den sie heimlich schwärmt. Auf nächtlichen Streifzügen durch die Kleinstadt macht Lizzie seltsame Entdeckungen. Schritt für Schritt kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und muss sich fragen, wie gut sie ihre beste Freundin überhaupt kannte.
In diesem Buch habe ich mich von Anfang an irgendwie überhaupt nicht zurecht gefunden. Und das finde ich wirklich traurig, denn ich hatte so viel erwartet, und man hätte auch wirklich etwas daraus machen können.

Angefangen mit dem Schreibstil, der mich immer wieder aus der Bahn geworfen hat. Lizzie hat teilweise wie ein kleines Kind gedacht und teilweise wie eine 16-Jährige oder eine Erwachsene. Sie war so unausgeglichen und das spiegelte sich im Schreibstil wieder, was es mir äußerst schwer machte, das Buch nicht einfach zuzuklappen und ein anderes anzufangen.
Diese Anziehungskraft zu Evies Vater war mir auch vollkommen unverständlich. Warum flirtet man mit dem Vater der besten Freundin - um die man komischerweise auch überhaupt keine Angst zu haben scheint.

Lizzie hat sich mir vollkommen unschlüssig verhalten, über das ganze Buch hinweg. Überhaupt war die Geschichte in meinen Augen nur oberflächlich geschrieben. Auf keins von Lizzies Gefühlen ist Abbott sonderlich eingegangen und hat sie näher beschrieben, wie gesagt ging es ihr nicht mal schlecht, weil ihre beste Freundin verschwunden war - vermutlich mit einem Mann, der mehr als dreimal so alt war wie sie und von dem sie wusste, dass er in sie verliebt war. Nein, Lizzie dachte nur, dass das ja total toll sein muss, und freute sich für Evie.

Und Evies Verhalten und Lizzies Vertsändnislosigkeit am Ende waren mir auch Haare in der Suppe. Was erwartet Evie denn? Sagt einem fremden Mann, dass es okay ist, und wenn er es dann mehrmals am Tag tut, wundert sie sich, dass es weh tut und sagt immer wieder, dass es okay ist und er ruhig weiter machen soll. Sie konnte kaum noch gehen und musste genäht werden. Aber kein Problem.
Dieses Buch ist eines der schlechtesten, die ich seit langem gelesen habe. Vielleicht fehlt mir das innere Auge oder so, und ich sehe den tieferen Sinn einfach nicht, aber mich konnte es überhaupt nicht überzeugen.

Kommentare:
  1. Oha.. Das Buch steht noch auf meiner Wunschliste, nun bin ich doch recht skeptisch..

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  2. Da wir einen ähnlichen Büchergeschmack haben, würde ich dir in dem Fall wirklich davon abraten...

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